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Benno Hauber 100 – Ausstellung im Frauenkircherl Erding

Hauber 100

Ausstellung im Frauenkircherl Erding
17.10. - 06.11.2024

Feierlichkeiten für Erdings Allroundkünstler Benno Hauber anlässlich seines 100. Geburtstags

Die Stadt Erding schätzt ihre Kunstschaffenden sehr und so wird 2024 an den 100. Geburtstag des Malers, Grafikers, Allroundkünstlers Benno Hauber (1924-1994) gedacht: mit Ausstellung, Kunst-Spaziergang, Vortrag und Buchpräsentation wird gefeiert! Ein Team von Familienmitgliedern Haubers, Freunden des Künstlers sowie Mitarbeitern des Museums Erding und Museum Franz Xaver Stahl hatte sich schon 2022 zusammengefunden, um Leben und Werk Benno Haubers zu recherchieren und Erkenntnisse zu sammeln. Erstmals wurden nun auch die Wurzeln der Familie Hauber erforscht. Die Bevölkerung war herzlich eingeladen, dem Arbeitskreis Kunstwerke Haubers aus Privatbesitz zu zeigen und für eine geplante Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Viele Bürgerinnen und Bürger kannten Benno Hauber noch persönlich, hatten bei ihm eingekauft, ihm Aufträge erteilt, waren Freunde, gar Weggefährten, oder plauderten bei einem Kurzbesuch im Atelier mit dem geselligen Mann. Ergebnis der Sammlung von Geschichten und Erzählungen, Archivbesuchen, Dokumenten- und Werksichtung ist eine nahezu lückenlose Biografie eines Erdinger Ausnahmekünstlers. Durch sein Werk hat er gesellschaftliche und künstlerische Spuren in Erding hinterlassen, das Bild der Erdinger Altstadt maßgeblich mitgestaltet und über Jahrzehnte die Kunstszene mitgeprägt.   

Feierlichkeiten für Erdings Allroundkünstler Benno Hauber anlässlich seines 100. Geburtstags

Die Stadt Erding schätzt ihre Kunstschaffenden sehr und so wird 2024 an den 100. Geburtstag des Malers, Grafikers, Allroundkünstlers Benno Hauber (1924-1994) gedacht: mit Ausstellung, Kunst-Spaziergang, Vortrag und Buchpräsentation wird gefeiert! Ein Team von Familienmitgliedern Haubers, Freunden des Künstlers sowie Mitarbeitern des Museums Erding und Museum Franz Xaver Stahl hatte sich schon 2022 zusammengefunden, um Leben und Werk Benno Haubers zu recherchieren und Erkenntnisse zu sammeln. Erstmals wurden nun auch die Wurzeln der Familie Hauber erforscht. Die Bevölkerung war herzlich eingeladen, dem Arbeitskreis Kunstwerke Haubers aus Privatbesitz zu zeigen und für eine geplante Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Viele Bürgerinnen und Bürger kannten Benno Hauber noch persönlich, hatten bei ihm eingekauft, ihm Aufträge erteilt, waren Freunde, gar Weggefährten, oder plauderten bei einem Kurzbesuch im Atelier mit dem geselligen Mann. Ergebnis der Sammlung von Geschichten und Erzählungen, Archivbesuchen, Dokumenten- und Werksichtung ist eine nahezu lückenlose Biografie eines Erdinger Ausnahmekünstlers. Durch sein Werk hat er gesellschaftliche und künstlerische Spuren in Erding hinterlassen, das Bild der Erdinger Altstadt maßgeblich mitgestaltet und über Jahrzehnte die Kunstszene mitgeprägt.

Wer war Benno Hauber? Am 11. Juli 1924, also vor 100 Jahren, kam als viertes von fünf Kindern Benno in Kammerberg zur Welt. Die Eltern Katharina, geborene Ernst, und Sebastian Hauber besaßen ein kleines bäuerliches Anwesen, das sie übernommen hatten. Bald hatte die Familie aber schon Erding als neuen Wohnort im Sinn. 1924 zog Bennos Vater nach Erding; die Familie, also Mutter Katharina mit den Söhnen Franz Xaver, Gustav Adolf, Benno, Heinrich und Katharina folgte alsbald.

Benno besuchte acht Jahre, von 1931 bis 1939 die „Katholische Knabenschule am Grünen Markt“. Den Lehrkräften fiel das Mal- und Zeichentalent des auch sonst guten Schülers Benno auf. Eine Lehre beim Erdinger Kirchenmaler Willy Renauer in dessen Betrieb für Maler- und Vergolderarbeiten schloss Benno nach drei Jahren „mit Auszeichnung“ ab.

Wer war Benno Hauber? Am 11. Juli 1924, also vor 100 Jahren, kam als viertes von fünf Kindern Benno in Kammerberg zur Welt. Die Eltern Katharina, geborene Ernst, und Sebastian Hauber besaßen ein kleines bäuerliches Anwesen, das sie übernommen hatten. Bald hatte die Familie aber schon Erding als neuen Wohnort im Sinn. 1924 zog Bennos Vater nach Erding; die Familie, also Mutter Katharina mit den Söhnen Franz Xaver, Gustav Adolf, Benno, Heinrich und Katharina folgte alsbald.

Benno besuchte acht Jahre, von 1931 bis 1939 die „Katholische Knabenschule am Grünen Markt“. Den Lehrkräften fiel das Mal- und Zeichentalent des auch sonst guten Schülers Benno auf. Eine Lehre beim Erdinger Kirchenmaler Willy Renauer in dessen Betrieb für Maler- und Vergolderarbeiten schloss Benno nach drei Jahren „mit Auszeichnung“ ab.

1942 wurde er in den Heeresdienst eingezogen und 1945 als Unteroffizier der Infanterie aus der Wehrmacht entlassen. In Erding lernte er die 16-jährige Lore Kratz kennen und lieben. Bis zu Bennos Tod 1994 hielt die Liebe und wurde nach der Hochzeit 1947 durch die Geburt des Sohnes Peter im Jahre 1948 gekrönt. Gestaltungs- und Grafikarbeiten führten Benno Hauber 1948 an den Fliegerhorst Erding, wo er als Schriftenmaler bis Ende 1948 beschäftigt war. In dieser Zeit ist der Beginn der jahrzehntelangen Freundschaft mit dem Grafiker und Kunstgewerbler Heinrich Peter Vidi zu datieren. In den Sommermonaten des Jahres 1951 bezog Hauber sein erstes eigenes Atelier in der Zollnerstraße 1 in Erding. Mitten in der Stadt konnte Benno Hauber einige Jahre in seinem „Einmann-Betrieb“ der Kreativität freien Lauf lassen. Es folgten Aufträge für die Gestaltung von Reklame aller Art, Logo-Entwürfe für Firmen nicht nur in der Heimatstadt Erding, Karikaturen, Ex-Libris, Entwürfe für Produktwerbung und Plakate, Porträts, Saal- und Wirtshausdekorationen für Erdinger Feste und vieles mehr. Eine besondere Spezialität sind noch heute die „Sgraffiti“, in den mehrschichtigen Fassadenputz eingekratzte Kunstwerke, nach Entwurf und in Ausführung von Benno Hauber.

1942 wurde er in den Heeresdienst eingezogen und 1945 als Unteroffizier der Infanterie aus der Wehrmacht entlassen. In Erding lernte er die 16-jährige Lore Kratz kennen und lieben. Bis zu Bennos Tod 1994 hielt die Liebe und wurde nach der Hochzeit 1947 durch die Geburt des Sohnes Peter im Jahre 1948 gekrönt. Gestaltungs- und Grafikarbeiten führten Benno Hauber 1948 an den Fliegerhorst Erding, wo er als Schriftenmaler bis Ende 1948 beschäftigt war. In dieser Zeit ist der Beginn der jahrzehntelangen Freundschaft mit dem Grafiker und Kunstgewerbler Heinrich Peter Vidi zu datieren. In den Sommermonaten des Jahres 1951 bezog Hauber sein erstes eigenes Atelier in der Zollnerstraße 1 in Erding. Mitten in der Stadt konnte Benno Hauber einige Jahre in seinem „Einmann-Betrieb“ der Kreativität freien Lauf lassen. Es folgten Aufträge für die Gestaltung von Reklame aller Art, Logo-Entwürfe für Firmen nicht nur in der Heimatstadt Erding, Karikaturen, Ex-Libris, Entwürfe für Produktwerbung und Plakate, Porträts, Saal- und Wirtshausdekorationen für Erdinger Feste und vieles mehr. Eine besondere Spezialität sind noch heute die „Sgraffiti“, in den mehrschichtigen Fassadenputz eingekratzte Kunstwerke, nach Entwurf und in Ausführung von Benno Hauber.

Das noch erhaltene Sgraffito an der Fassade des Geschmeidemacher Schmid-Hauses nahe des Schönen Turms oder das Sgraffito am Forster-Haus in der Haager Straße den Hl. Franz von Assisi darstellend, geben Zeugnis dieser außergewöhnlichen Kunstform; viele Sgraffiti Haubers sind zu nennen! Kunstwerke aller Art an Fassaden wurden Haubers Leidenschaft. Schulhäuser in Forstern und Lengdorf, Pastetten und Langenpreising sind zu nennen; in Hohenlinden wartet der Künstler mit einer Wandmalerei in Verbindung mit Kratztechnik auf. Einfallsreich und vielfältig, in höchstem Maße kreativ, sind die Technikvarianten Benno Haubers bei den Gestaltungen von Fassaden im öffentlichen Raum. Den „kreativ-künstlerischen Höhepunkt“ der Kunst am Bau hat Benno Hauber, laut Dr. Albrecht Gribl, mit der Gestaltung des Reiher-Doppelwappens am Schönen Turm erreicht. Aber auch Dreidimensionales von Hauber kennt man: Der „Zunftbrunnen“ in Erding, die „Spirale“ vor dem Geschäftshaus in der Münchnerstraße 22, der Brunnen „Eine Moosgeschichte“, die sich heute im Semptteich im Stadtpark befindet, und vieles mehr. Benno Hauber war Erdinger durch und durch! Im Gesellschaftsleben war er eine feste Größe. Seit 1963 kreierte er die Orden der Faschingsgesellschaft Narrhalla und gehörte lange zum Narrhalla-Präsidium als „Hofmaler“ und „Ehrensenator“. Da ließ er es sich auch nicht nehmen den Thron für das jeweilige Prinzenpaar zu gestalten. 

Das noch erhaltene Sgraffito an der Fassade des Geschmeidemacher Schmid-Hauses nahe des Schönen Turms oder das Sgraffito am Forster-Haus in der Haager Straße den Hl. Franz von Assisi darstellend, geben Zeugnis dieser außergewöhnlichen Kunstform; viele Sgraffiti Haubers sind zu nennen! Kunstwerke aller Art an Fassaden wurden Haubers Leidenschaft. Schulhäuser in Forstern und Lengdorf, Pastetten und Langenpreising sind zu nennen; in Hohenlinden wartet der Künstler mit einer Wandmalerei in Verbindung mit Kratztechnik auf. Einfallsreich und vielfältig, in höchstem Maße kreativ, sind die Technikvarianten Benno Haubers bei den Gestaltungen von Fassaden im öffentlichen Raum. Den „kreativ-künstlerischen Höhepunkt“ der Kunst am Bau hat Benno Hauber, laut Dr. Albrecht Gribl, mit der Gestaltung des Reiher-Doppelwappens am Schönen Turm erreicht. Aber auch Dreidimensionales von Hauber kennt man: Der „Zunftbrunnen“ in Erding, die „Spirale“ vor dem Geschäftshaus in der Münchnerstraße 22, der Brunnen „Eine Moosgeschichte“, die sich heute im Semptteich im Stadtpark befindet, und vieles mehr. Benno Hauber war Erdinger durch und durch! Im Gesellschaftsleben war er eine feste Größe. Seit 1963 kreierte er die Orden der Faschingsgesellschaft Narrhalla und gehörte lange zum Narrhalla-Präsidium als „Hofmaler“ und „Ehrensenator“. Da ließ er es sich auch nicht nehmen den Thron für das jeweilige Prinzenpaar zu gestalten. 

Herrliche, kreative, bunte und gleichermaßen humoristische Dekorationen von Festsälen entstammen der unermesslichen Kreativität Haubers. Diese fand auch Niederschlag in seinen Gemälden. Porträts, Landschaften, Stadtansichten,Torfhütten als Motiv, Surrealistische Darstellungen, Motivanleihen historischer Künstler wechseln sich ab. Aber auch versteckte Botschaften, Kritik an Gesellschaft und auch an der Politik ist hie und da in seinen Bildern zu finden. Hauber spielte mit den Mal-Stilen! Mal- und Darstellungstechniken sind bei ihm unerschöpflich verankert in der ihm eigenen Kreativität: er malt in Öl auf alle ihm zur Verfügung stehenden Malgründe, er erfand eine eigene, neue Art der Frottage-Technik, er spielte mit Acryl, holte Aquarellfarben hervor und nutzte Kohlestifte. Druckgrafische Verfahren und Handzeichnungen bereichern das Gesamtwerk Haubers. 1982 erhielt er den Kulturpreis des Landkreises Erding. Welch schöne Würdigung! 1994 verstarb der Allroundkünstler Benno Hauber. Im gesellschaftlichen Leben Erdings wie auch in der Künstlerschaft hat er eine Lücke hinterlassen. Freunde, Weggefährten und Sammler seiner Kunst werden sich immer an einen fleißigen, geselligen, freiheitsliebenden, lebenslustigen und überaus kreativen Menschen erinnern.

Herrliche, kreative, bunte und gleichermaßen humoristische Dekorationen von Festsälen entstammen der unermesslichen Kreativität Haubers. Diese fand auch Niederschlag in seinen Gemälden. Porträts, Landschaften, Stadtansichten,Torfhütten als Motiv, Surrealistische Darstellungen, Motivanleihen historischer Künstler wechseln sich ab. Aber auch versteckte Botschaften, Kritik an Gesellschaft und auch an der Politik ist hie und da in seinen Bildern zu finden. Hauber spielte mit den Mal-Stilen! Mal- und Darstellungstechniken sind bei ihm unerschöpflich verankert in der ihm eigenen Kreativität: er malt in Öl auf alle ihm zur Verfügung stehenden Malgründe, er erfand eine eigene, neue Art der Frottage-Technik, er spielte mit Acryl, holte Aquarellfarben hervor und nutzte Kohlestifte. Druckgrafische Verfahren und Handzeichnungen bereichern das Gesamtwerk Haubers. 1982 erhielt er den Kulturpreis des Landkreises Erding. Welch schöne Würdigung! 1994 verstarb der Allroundkünstler Benno Hauber. Im gesellschaftlichen Leben Erdings wie auch in der Künstlerschaft hat er eine Lücke hinterlassen. Freunde, Weggefährten und Sammler seiner Kunst werden sich immer an einen fleißigen, geselligen, freiheitsliebenden, lebenslustigen und überaus kreativen Menschen erinnern.

Veranstaltungen:

 

11.07.2024

Feier anl. des 100. Geburtstags Benno Haubers (geladene Gäste)

 

16.07.2024

Vortrag im Festsaal des Erdinger Weißbräu über Benno Hauber, Beginn  19.30 Uhr. Buchpräsentation für die Öffentlichkeit

 

Ab 08.09.2024 – 06.11.2024

„Hauber 100 – Kunstpfad auf Haubers Spuren durch die Altstadt Erdings“ (siehe dazu separaten Flyer mit Führungsprogramm, der im September als Stadtplan und als App erscheinen wird),

 

16.10.2024

Vernissage der Ausstellung „Hauber 100 – Ausstellung im Frauenkircherl Erding“, Beginn: 19 Uhr

 

17.10.2024 bis 6.11.2024

Sonderausstellung: „Hauber 100 – Ausstellung im Frauenkircherl Erding“. Täglich geöffnet 13 Uhr bis 17 Uhr (Letzter Ausstellungstag: 6.11.2024)

 

Die Ausstellung und die Konzeption des Kunstpfads wird vorbereitet von: Harald Krause M.A., Elisabeth Boxberger M.A. und Simone Lachmann M.A. (alle Museum Erding), Dr. Heike Kronseder (Museum Franz Xaver Stahl), Dr. Albrecht Gribl (Verfasser der Monografie), Ernst Howerka, Harry Seeholzer, Eva Kolenda, Michael Martensen, Hans Lechner.

Veranstaltungen:

11.07.2024   Feier anl. des 100. Geburtstags Benno Haubers (geladene Gäste)

16.07.2024    Vortrag im Festsaal des Erdinger Weißbräu über Benno Hauber, Beginn  19.30 Uhr. Buchpräsentation für die Öffentlichkeit

Ab 08.09.2024 – 06.11.2024         „Hauber 100 – Kunstpfad auf Haubers Spuren durch die Altstadt Erdings“ (siehe dazu separaten Flyer mit Führungsprogramm, der im September als Stadtplan und als App erscheinen wird),

16.10.2024    Vernissage der Ausstellung „Hauber 100 – Ausstellung im Frauenkircherl Erding“, Beginn: 19 Uhr

17.10.2024 bis 6.11.2024 Sonderausstellung: „Hauber 100 – Ausstellung im Frauenkircherl Erding“. Täglich geöffnet 13 Uhr bis 17 Uhr (Letzter Ausstellungstag: 6.11.2024)

Die Ausstellung und die Konzeption des Kunstpfads wird vorbereitet von: Harald Krause M.A., Elisabeth Boxberger M.A. und Simone Lachmann M.A. (alle Museum Erding), Dr. Heike Kronseder (Museum Franz Xaver Stahl), Dr. Albrecht Gribl (Verfasser der Monografie), Ernst Howerka, Harry Seeholzer, Eva Kolenda, Michael Martensen, Hans Lechner.