Der neu entdeckte oktogonale Zentralbau auf der Fraueninsel im Chiemsee
öffentlicher VortragReferent: Dr. Marc Miltz, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
„Der neu entdeckte oktogonale Zentralbau auf der Fraueninsel im Chiemsee“
Referent: Dr. Marc Miltz, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege
Vor zwei Jahren sorgte eine Neuentdeckung auf der Fraueninsel im Chiemsee für Schlagzeilen: Im Zuge bodendenkmalpflegerischer Arbeiten wurde ein bisher unbekannter, sehr außergewöhnlicher, wohl romanischer (11. Jahrhundert) Kirchengrundriss entdeckt. Auf der Wiese in der Mitte der Insel wurden an der Stelle großflächig geophysikalische Untersuchungen durchgeführt, wo bis 1803 eine kleine, unscheinbare Kapelle gestanden hatte.
Die Sensation: Unterhalb dieser einfachen rechteckigen Saalkirche kamen in der Messung die Mauerzüge einer älteren Kirche zum Vorschein, die in ihrer Bauart in Bayern bisher einzigartig dasteht. Es handelt sich dabei um einen oktogonalen Zentralbau mit einem von acht Stützen getragenen Umgang sowie vier gleich großen, kreuzförmig angeordneten Annexräumen.
Im Vortrag wird diese Neuentdeckung im Detail vorgestellt und es wird versucht, diesen Fund im Zusammenhang mit der komplexen Geschichte der Klosterinsel zu interpretieren.
Veranstalter: Archäologischer Verein Erding e. V. in Kooperation mit dem Museum Erding
Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt frei – Anmeldung nicht erforderlich
