Wir haben zu den regulären Öffnungszeiten geöffnet!

Für Ihren Museumsbesuch beachten Sie bitte die coronabedingten Sicherheitsmaßnahmen:

Sicherheitsabstand zwischen Personen von 1,5 Metern

Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes während der Aufenthaltszeit

keine Personenansammlungen im Gebäude und vor dem Museum

Angabe Ihrer Kontaktdaten

Das Museumcafé hat geöffnet.


Juli

Die Führung ist bereits ausgebucht!
In den nächsten Wochen werden aber weitere öffentliche Führungen zum Thema angeboten. Bitte beachten Sie hierzu die Lokalpresse und unsere Homepage.

Führung im Museum Erding durch die Sonderausstellung

„Vom Gehen müssen und Ankommen dürfen. Heimatvertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in Stadt und Landkreis Erding“

Donnerstag, 30.07.2020 um 18:30 Uhr

Führung durch Elisabeth Boxberger, Sammlungsleiterin Museum Erding

Eintritt (mit Führungsgebühr) 5 Euro, ermäßigt 4 Euro

Die Sonderausstellung im Museum Erding ist bis einschließlich 13. September 2020 verlängert. Dazu wird am 30. Juli 2020 eine öffentliche Führung (nach Voranmeldung) angeboten. Dabei wird den Fragen nachgegangen: Wie kam es im Zuge des Zweiten Weltkriegs zu Flucht und Vertreibung? Was waren die Herkunftsgebiete der Heimatvertriebenen? Wie gestaltete sich das Ankommen in Stadt und Landkreis Erding? Wie wurde und wird noch heute an die verlorene Heimat erinnert?

Aufgrund der Corona-Infektionsschutzmaßnahmen ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Museum erforderlich, die entsprechenden Abstands- und Hygieneregelungen sind einzuhalten.

Die Teilnehmerzahl ist auf 13 Personen beschränkt, eine vorherige Anmeldung bis 29. 7 2020 ist erforderlich:

Museum Erding, Telefon 08122/408158 oder Email: museum@erding.de

In der Sonderausstellung: Volkstrachten aus der alten Heimat. Foto: Museum Erding.

Aufruf:

Das Museum Erding sammelt Objekte

zum Thema Corona-Krise

Museen sammeln nicht nur Objekte aus vergangenen Zeiten, sondern bereits in der Gegenwart Dinge, die unser alltägliches Leben ausmachen. Aktuell bestimmt eine globale Krise das Geschehen, die Corona-Pandemie. Museumsleiter Harald Krause und Sammlungsleiterin Elisabeth Boxberger möchten dazu ein eigenes Sammelgebiet einrichten, um Zeitzeugnisse mitten aus dem Krisenalltag für kommende Generationen zu bewahren.

Die beiden stellen konkret folgende Fragen an die Menschen in Stadtgemeinschaft und Landkreis Erding:

– Was bedeutet das Corona-Virus für Sie persönlich?

– Wie haben Covid-19 und damit einhergehende Beschränkungen in Ihr Leben eingegriffen?

– Wie soll der Alltag für Sie nach der Krise weitergehen – privat und beruflich?

Dokumentieren oder fotografieren Sie ihren derzeitigen Alltag in der Corona-Krise und schreiben Sie ihre Gedanken dazu auf. Sei es daheim in Quarantäne, im eingeschränkten Arbeitsalltag, beim Schulunterricht via Internet oder die Situation in den Lebensmittelgeschäften beziehungsweise am Wochenmarkt. Menschenleere Straßenzüge, Spielplätze und geschlossene Geschäfte und Gastronomiebetriebe gehören selbstverständlich auch dazu.

Das Museum Erding ist auch an originalen Aushängen oder Postwurfsendungen von Hilfsangeboten interessiert (natürlich nur, sofern diese nicht mehr gebraucht werden!).

Das Museum Erding bittet Sie, entsprechende Dokumente zu sammeln und bei Zeiten nach der Krise – aktuell ist das Museum Erding bis auf weiteres für Besucher geschlossen – als Schenkung vorbeizubringen. Fotografien können gerne unter Angabe des Bildrechteinhabers und einer kurzen Beschreibung und Datierung bereits ab sofort per Email an das Museum Erding geschickt werden. Die Kontaktadresse: museum@erding.de.

Das Museumsteam freut sich, wenn Sie durch Ihre Einsendungen einen wertvollen Beitrag zur Ergänzung der seit über 163 Jahren bestehenden Erdinger Sammlung – gerade in schweren Zeiten wie diesen – leisten.

Drei große Notzeiten im Museum Erding gesammelt: Kriegssemmeln aus dem Ersten Weltkrieg, Lebensmittelkarten des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie begehrte Ware in der Corona-Krise: Toilettenpapier und Schutzhandschuhe (Foto: Museum Erding).

 

Wie Sie die Räumlichkeiten des Museums nutzen können, erfahren Sie hier.

Aktuelle Forschungen

zum Thema:

"Erding 1945 - wessen Heimat?"

Am Samstag, 18.04.2020 gab es eine virtuelle Führung durch die Innenstadt zum 75. Jahrestag des alliierten Bombenangriffs auf die Stadt Erding von 1945 statt. Erstmals wurden dabei bislang unveröffentlichte Bilder aus den Akten der US-Amerikanischen Archiven präsentiert.

Sollten Sie den Live-Stream verpasst haben, so haben Sie auch jetzt noch die Möglichkeit die Filme anzuschauen. Es sind zwei Teile, diese können Sie auf der Facebook Seite von Erding Tower Tours sehen. Sie müssen sich dazu nicht bei Facebook anmelden. Den Link finden Sie hier:
https://www.facebook.com/erdingtowertours/

Herr Giulio Salvati hat außdem noch eine Dokumentation zu diesem Thema auf seiner Internetseite Erding-geschichte.de veröffentlicht.
https://www.erding-geschichte.de

Aus gegebenem Anlass (Ausgangsbeschränkungen, Kontakt- und Versammlungsverbote) hat am 18. April 2020 Giulio Salvati in Zusammenarbeit mit dem Museum Erding eine digitale Führung durch die Erdinger Innenstadt angeboten. Ab 15.10 Uhr gab es eine Live-Schaltung auf der Facebook-Seite “Erding Tower Tours”. Giulio Salvati und die Doris Bauer hatten die Moderation übernommen und neue Forschungsergebnisse präsentiert.

Ebenfalls zum 18. April 2020 wurde auf dem neuen, von Giulio Salvati ins Leben gerufene Internetportal www.erding-geschichte.de ein Dokumentarfilm angeboten, welcher die historischen Hintergründe ausführlich beleuchtet und zusammen mit dem Militärhistoriker Thorsten Blaschke neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Zeitzeugenberichte vermittelt.

Am 3. April wäre im Museum Erding parallel für die laufende Sonderausstellung zu den Heimatvertriebenen in Stadt und Landkreis Erding die Ergänzungsausstellung „Erding 1945 – wessen Heimat?“ eröffnet worden. Der Erdinger Historiker Giulio Salvati kuratierte die Ausstellung. Wolfgang Fritz hätte sie mit Holzskulpturen seiner Serie "Verwachsungen" künstlerisch ergänzt. Durch die Ausstellung sollten Forschungsergebnisse zum Kriegsende und der Nachkriegszeit sowie die Thematik der Fremd- und Zwangsarbeiter in der Region wissenschaftlich und künstlerisch öffentlich gemacht werden.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm sollte die Ergänzungsausstellung begleiten, darunter eine öffentliche Veranstaltung auf dem Schrannenplatz, um an die über 120 Opfer in Erding zu erinnern, die am 18. April 1945 beim Luftangriff auf die Altstadt zu Tode kamen. Interessenten steht dafür nun die Veranstaltung virtuell im Internet zur Verfügung.

Die Idee zu der Ausstellung entwickelte sich durch einen Zufall: Der Oberdinger Holzbildhauer Wolfgang Fritz kontaktierte 2018 den Erdinger Historiker Giulio Salvati (New York Universität), da er auf die Spuren eines ehemaligen Notzinger Zwangsarbeiters gestoßen war. Zusammen entwickelten sie eine Ausstellungsidee mit künstlerischem und historischem Ansatz für das Museum Erding. Wann die Ausstellung nach der Corona-Krise eröffnet werden kann, steht allerdings noch nicht fest.

Kontakt zu Giulio Salvati: giulio.salvati@nyu.edu
(Telefon: 08122 59832)

Historiker Giulio Salvati forscht zum Thema „Erding 1945 – wessen Heimat?“ (Foto: Museum Erding)